Über die Pfarrei Sankt Peter/Zell

Die Geschichte der Pfarrei Sankt Peter, ist eng mit der Geschichte der Marienburg verwoben. Die Marienburg, einst eine Peterskirche, war Pfarrsitz für die Pfarrei Zell. 1193 war der Umzug noch nicht vollzogen, um 1200 wird die Pfarrkirche „St. Peter“ in einem sogenannten „Liber annalium iurium“ aufgeführt. In Auswirkung der Verlegung des Pfarrsitzes wurde bald auch das Landkapitel bzw. Dekanat Kaimt, spätestens ab 1315, nach Zell benannt, und dieses blieb so über 600 Jahre bis zur Franzosenzeit um 1800. Im Jahre 1781 wurde die Kirche für baufällig erklärt und abgerissen. Die neue Pfarrkirche wurde mit Zustimmung des Zehntherren, des Erzbischofs von Trier im Garten der alten kurtrierischen Kellnerei 1786 begonnen. Eine doppelläufige Treppe erschließt das Hauptportal des dominierenden Westturms. Der verputzte Bruchsteinbau mit Strebepfeilern hat eine Länge von 34 m und eine Breite von 12 m. Die spätbarocke Ausstattung wurde 1788 bis 1793 angeschafft. Von der reichen Ausstattung der älteren Pfarrkirche wurde ein spätgotischer Taufstein mit der Jahreszahl 1461und eine Madonnenfigur aus Holz aus der Mitte des 15. Jahrhunderts übernommen. Dieses ist eine anmutige Arbeit vom nördlichen Mittelrhein. Das Antlitz mit auffallend hoher Stirn hat einen verträumt-seligen Ausdruck. Die Körperachse ist S-förmig geschwungen. Gewand und Mantel zeigen reichen Faltenwurf. Fassung und Krone sind neu. Den Hauptaltar betont ein auf vier Säulen ruhender, frühklassizistischer Baldachin. Das schönste und kostbarste Stück der Ausstattung ist ein kleiner hausförmiger Reliquienschrein, der eine Reliquie des Pfarrpatrons, einen Fußknochen des hl. Petrus enthält. Die Überlieferung bringt die Reliquie mit dem Kreuzfahrer Heinrich v. Ulmen in Verbindung, der nachweislich 1208 mehrere Schenkungen auch in der Moselgegend machte. Das rechteckige Holzkästchen (Höhe mit Kamm 18 cm, Länge 17 cm, Breite 8 cm) steht auf vier Würfelfüßen und ist ringsum mit vergoldetem Kupferblech verkleidet. In reichem Emailschmuck ist auf der Vorderseite der segnende Christus mit Petrus und weiteren drei Aposteln dargestellt. Es ist anzunehmen, daß diese prächtige Arbeit aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts aus Limoges stammt.

Die Marienhöhe

Die Anfänge dieser Muttergottes-Gedenkstätte liegen über 100 Jahre zurück. Um 1900 stellte ein Muttergottesverehrer in einer bescheidenen Felsnische eine kleine unscheinbare Marienstatue auf, deren Betreuung von einer Zeller Lehrerin mit einer Mädchenklasse übernommen wurde. Da aber herabfallendes Gestein die Statue gefährdete, wurde die Grotte vergrößert und abgesichert. Bei dieser Gelegenheit stellte man eine größere Marienstatue auf, die in der Nazi-Zeit verschwand. Als nach dem 2. Weltkrieg allgemein die „Kriegsschäden“ ausgemerzt wurden, wurde auch diese Gnadenstätte wieder neu gestaltet. Ein Reihe von Spätheimkehrern entschloß sich, hier ein Heimkehrerkreuz aufzurichten, für das später eine elektrische Beleuchtung installiert wurde, die bis heute an jedem Abend das Kreuz erstrahlen lässt.

  • Räte/Gruppen/Vereine

    Hier finden Sie die Gruppen und Vereine der Pfarrei Sankt Peter/Zell. Falls Sie sich in einer der Gruppen engagieren wollen, so können Sie sich bei den genannten Ansprechpartnern melden. Ebenso können Sie sich bei Interesse an das Pfarrbüro wenden, welches Ihnen gerne den Kontakt herstellt.

     

    Pfarrgemeinderat - Andrea Lehmen

    Verwaltungsrat - Karlheinz Weis

    Messdiener - Pater Matthias

    Kirchenchor Zell - Alfred Kaspari

    Caritashelferkreis Zell

    Ideentreff Zell